Warum guter Schlaf mehr braucht als nur die Matratze
Warum guter Schlaf mehr braucht als nur die Matratze
Wenn es um gesunden Schlaf geht, denken die meisten zuerst an die Matratze. Dabei spielt sie zwar eine zentrale Rolle für erholsame Nächte, doch es gibt noch weitere Faktoren, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Extras wie Topper oder Lattenroste tragen ebenfalls entscheidend zu Ihrem Schlafkomfort bei – und wir zeigen Ihnen, wie Sie diese kleinen Helfer optimal einsetzen, um jede Nacht wirklich erholsam zu gestalten.
Was viele unterschätzen
Schlafkomfort endet nicht mit der Wahl der Matratze – er entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten. Oft kann schon eine kleine Anpassung große Wirkung zeigen. Auf welchem Lattenrost liegt Ihre Matratze? Und auf welchem Kissen ruht Ihr Kopf? Selbst das Raumklima beeinflusst maßgeblich Ihre Schlafqualität. Themen wie ergonomische Unterstützung und richtige Druckentlastung gewinnen besonders an Bedeutung, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir im Bett verbringen. Eine neue Matratze, die zu Ihnen passt, ist ein guter Anfang – doch erst das perfekte Zusammenspiel aller Elemente sorgt dafür, dass Sie wirklich erholsam schlafen.
Was außer der richtigen Matratze zählt:
Der Lattenrost
Der Lattenrost ist der Unterbau des Bettes, auf dem Ihre Matratze liegt. Meist besteht er aus einem rechteckigen Rahmen, in den die Holzleisten – auch “Latten” genannt – eingespannt sind. Sie sollen das Gewicht abfedern, um die Matratze zu stützen und gleichzeitig auch zu belüften. Indem verhindert wird, dass die Matratze durchhängt, hat der Lattenrost einen maßgeblichen Einfluss auf Ihre Schlafhaltung. Es gibt verschiedene Arten von Lattenrosten:
Starrer Lattenrost
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Günstig in der Anschaffung
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Einfacher Aufbau
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Keine individuelle Anpassung
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Weniger Komfort bei Rücken- oder Gelenkproblemen
Personen ohne spezielle körperliche Beschwerden und budgetbewusste Käufer
Manuell verstellbar
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Kopf- und/oder Fußteil manuell verstellbar
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Anpassbar an unterschiedliche Bedürfnisse
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Verstellen ist etwas umständlicher
Personen, die mehr Flexibilität möchten oder abends gerne lesen
Motorisiert
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Kopf-, Rücken- und Beinteile motorisch verstellbar
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Anpassungen per Fernbedienung möglich
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Teurer als manuelle oder starre Lattenroste
Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (z.B. Rückenschmerzen) oder die höchsten Komfort wünschen
Tellerlattenrost
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Optimale Anpassung an den Körper
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Fördert die Luftzirkulation
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Teurer als herkömmliche Lattenroste
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Liegegefühl kann am Anfang ungewohnt sein
Personen, die hohen Komfort und optimale Körperanpassung wünschen
Bei der Entscheidung für einen Lattenrost sollten Sie Ihre Matratze, Ihr Budget und Ihre persönlichen Bedürfnisse miteinbeziehen. Allerdings sollten Sie immer beachten: Eine hochwertige Matratze kann nur dann richtig wirken, wenn der Lattenrost sie unterstützt.
Der Topper
Bei einem Matratzentopper handelt es sich um dünne Auflage, die meist zwischen vier bis zehn Zentimeter hoch ist, die zusätzlich auf Ihre Matratze gelegt wird. Ein Topper hat mehrere Funktionen: Zum einen kann er den Komfort steigern, indem er die Liegefläche weicher oder härter macht, zum anderen schont er auch die eigentliche Matratze vor Abnutzung und Schmutz. Zusätzlich kann er durch verschiedene Materialien auch einen kühlenden oder wärmenden Effekt haben: Das kann Sie bei der Temperaturregulierung in der Nacht deutlich unterstützen. Bei Matratzentoppern hat vor allem das Material Auswirkungen auf die jeweiligen Eigenschaften.
Kaltschaum Topper
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Unterstützend, aber eher fest
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Ideal, wenn Sie schwitzen
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Weniger anpassungsfähig
Bauchschläfer oder Menschen, die ein festeres Liegegefühl bevorzugen
Viscoschaum Topper
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Entlastet Druckpunkte
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Sehr anpassungsfähig, → “Memory-Effekt”
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Kann Wärme stauen
Seitenschläfer und Menschen mit Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen
Gel-Topper
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Druckentlastend, aber elastischer
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Atmungsaktiver, weniger Wärme staut sich an
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Etwas teurer
Geeignet für Menschen, die sich denselben Komfort wie beim Memory Foam wünschen, aber nicht so stark einsinken wollen.
Latex-Topper
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Elastisch & punktgenau anpassbar
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Langlebig & atmungsaktiv
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Schwerer und teurer
Seitenschläfer und Menschen mit Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen
Ein Topper kann aber auch dann sinnvoll sein, wenn Ihnen das Liegegefühl Ihrer Matratze zu hart oder zu weich ist, sie aber nicht in eine neue Matratze investieren wollen. Außerdem kann ein Topper punktelastisch unterstützen, wenn Sie unter Rücken- oder Gelenkproblemen leiden. Aber: ein Topper ersetzt keine gute Matratze. Wenn Ihre Matratze bereits durchgelegen oder einfach nicht an Ihre Bedürfnisse angepasst ist, kann auch ein Topper das Problem nicht lösen.
Die Bettwaren
Kissen und Bettdecken gehören zu den wichtigsten Bestandteilen unseres Schlafumfelds – sie sind entscheidend dafür, wie entspannt und erholt wir aufwachen. Denn ergonomisch passende Bettwaren unterstützen den Körper in seiner natürlichen Haltung und entlasten Muskeln und Gelenke.
Das Kissen
Auch wenn Ihr Kissen vergleichsweise wenig Platz in Ihrem Bett einnimmt, ist es deswegen nicht weniger wichtig für Ihren Schlaf. Das richtige Kissen trägt dazu bei, dass Ihre Wirbelsäule in einer natürlichen Position bleibt. Wenn Ihr Kissen nicht zu Ihrer Schlafposition passt, kann das zu Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen führen. Je nach Füllung sollte Ihr Kissen alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht werden, damit Ihr Kopf auf der richtigen Höhe liegt.
Gut für Menschen, die ein “kuscheliges” Kissen wollen. Ein rechteckiges Kissen (z.B. 40x80 cm) ist dabei ergonomischer als ein quadratisches, da die Schulter nicht auf dem Kissen liegen sollte.
Unterstützt gezielt die Halswirbelsäule und ist deswegen besonders geeignet für Rückenschläfer, Seitenschläfer und Menschen mit Nacken- oder Schulterproblemen.
Ein langes, schmales Kissen, das zwischen Kopf, Arme und Beine eingeklemmt wird. Gut für Seitenschläfer mit Rücken- oder Hüftbeschwerden.
Welches Kopfkissen passt zu welcher Schlafposition?
Die Bettdecke
Für erholsamen Schlaf ist nicht nur wichtig, worauf Sie liegen, sondern auch, mit was Sie sich zudecken. So ist die Bettdecke zum Beispiel für die Wärmeregulierung von essenzieller Bedeutung – die Decke hält nachts Ihre Körperwärme und verhindert, dass Sie auskühlen. Gleichzeitig kann im Sommer die richtige Decke aber auch verhindern, dass Sie nachts überhitzen und übermäßig schwitzen. Einige Menschen können außerdem nicht ohne eine Decke schlafen – weil Ihnen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit fehlt, dass sie sonst durch das Einhüllen in eine Decke vermittelt bekommen.
Daunendecke
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Warm, leicht atmungsaktiv
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Lange haltbar
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Nicht für Allergiker
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Im Sommer sehr warm
Ideal, wenn Sie schnell frieren und es kuschelig mögen
Mikrofaserdecke
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waschbar, pflegeleicht
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für Allergiker geeignet
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weniger langlebig
Ideal, wenn Sie Allergiker sind und ihre Decke häufig waschen
Teamwork für Ihren Schlaf
Gesunder Schlaf entsteht nicht durch die Matratze allein – Komfort ist Teamarbeit. Lattenrost, Topper und weitere Schlafhelfer spielen eine genauso wichtige Rolle und beeinflussen, wie erholsam Ihre Nacht tatsächlich ist. Wer in seinen Schlaf investiert, sollte deshalb auf die richtige Kombination aller Komponenten achten, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Eine professionelle Beratung kann dabei entscheidend sein: Sie sorgt dafür, dass Matratze, Lattenrost und Topper optimal aufeinander abgestimmt werden – und führt so zu spürbar besserem Schlaf und langfristigem Wohlbefinden.